Auswärts klappt es auch

Am ersten Auswärtsspieltag ging es für die Winsener 1. Herren nach Lachendorf. Die Anreise verlief dank traditioneller Vorgehensweise sehr gut. Busfahrer Schulle war wie immer eine Bank, Arnes erster Einsatz als Mettbrötchenbeauftragter macht Lust auf mehr und die motiviert vorgetragenen Sportquizfragen, sowie die vom Kartell gestellten Würfelglücksspiele ließen die Fahrt vergehen wie im Flug.

Voll „fly“ war dann auch unser Start ins Spiel (ja, ich schäme mich für diesen billigen Übergang). Nach über einem Monat Warten auf das nächste Pflichtspiel war die Mannschaft heiß wie Frittenfett, allen voran zunächst JP, der im Zuspielerroulette dieses Mal den Zuschlag erhalten hatte. Stolze 6 Punkte lang weigerte er sich das Spielgerät bei eigenem Aufschlag wieder rauszurücken. 6:0 also führten wir gleich zu Beginn und näher als 3 Punkte Abstand sollten uns die Lachendorfer im kompletten Satzverlauf auch nicht mehr kommen.

Vielleicht lag es an diesem schwungvollen Auftakt, wer weiß, jedenfalls fühlten wir uns offensichtlich schon etwas zu sicher. Der 2. Satz dümpelte relativ ausgeglichen vor sich hin, etwa in der Mitte verloren wir dann leicht den Anschluss und noch bevor die Kurzzeitlethargie wieder verflogen war, stand es auf einmal nach Sätzen ausgeglichen. Das konnte Behelfscoach Schulle nicht auf sich sitzen lassen und tat, was ein guter Mann an der Linie tun muss. Er wechselte sich kurzerhand selbst ein. Bauernopfer des kollektiven Versagens im 2. Satz war dementsprechend Vincent, der das Ganze aber nahm wie ein echter Teamplayer und sofort begann, von der übrigens erstmalig auch von Hallenneuling Lukas gewärmten Ersatzbank, Stimmung zu machen.

Auch auf dem Feld wurde eine echte Reaktion gezeigt. Eine zweite spektakuläre Aufschlagserie von MVP-JP (diesmal 8 Punkte!), gute Aktionen über die Mitte, sowie ein verbesserter Block und eine verbesserte Annahme sorgten schnell wieder für zufriedenere Gesichter. Das deutliche 25:15 war durchaus verdient.

Für den 4. Satz hatten wir uns vorgenommen für die Bank zu spielen. Sprich gut. Warum nicht Lukas das erste Mal Pflichtspielluft schnuppern lassen. Mit 18:13 schienen wir auf dem richtigen Weg zu sein, doch eine Rotation später stand es auf einmal nur noch 19:16. Nichts wurde es also mit dem Wechsel und sogar der Satz geriet zumindest auf dem Papier noch einmal in Gefahr. Pünktlich zum Satzende hatten wir die Lachendorfer nämlich noch mal auf ein 24:24 eingeladen. Eine kurze Blitzabstimmung auf dem Feld ergab dann aber, dass uns 1 Auswärtspunkt dann aber doch zu wenig gewesen wären und dementsprechend wurde der Satz schnell veredelt, bevor Diskussionen aufkommen konnten.

Gesamtfazit: 3 Punkte sind 3 Punkte (so schlecht war es gar nicht). Man kann nach 25:11, 25:9 noch über 5 Sätze gehen (vorgeführt von Ach-es-geht-schon-los-Lachendorf und Wollen-wir-die-Punkte-nicht-doch-lieber-teilen-Lüneburg im 2. Spiel des Tages). Irr ich mich oder hat Arne einen Ball richtig gebolzt? (Die Schulter dankt). Bei Comunio am Spieltag im Minus sein ist kacke (Ja doch Thomas, ich konzentrier mich ja schon auf Volleyball).
Zuspiel: Jan Phillipp Köther
Außen/Annahme: Arne Kreißl, Sören Bosse
Mitte: Lutz Hüsken, Manuel Langhans, Lukas Fleming
Diagonal: Vincent Rudolph, Andreas Schulz

Datum: 
Donnerstag, Oktober 31, 2019 - 16:00